Achtung, emotionaler Blogpost!
Ich habe mir am 29. März die Pressekonferenz von Cecilia „Censilia“ Malmström angesehen. Was die gute Frau da alles von sich gegeben hat übertraf all meine Erwartungen.
Wir alle haben letztes Jahr gemeinsam mobil gemacht gegen Zensursula. Nun wird über die EU versucht die Zensur ins Land zu bringen. Natürlich freut sich da die Union aus CDU und CSU. Mit der bösen FDP konnte man das in Deutschland ja nicht mehr machen und daher kommt der Vorstoß der EU-Kommissarin für Innenpolitik sehr gelegen. Wundert ja eigentlich keinen.
Was mich nun aber wirklich stört ist die Argumentation von Censilia. Sie bringt die gleichen Argumente wie Zensursula. Die gleichen Lügen wie letztes Jahr. Und immer wieder dieses „Denkt doch nur einmal an die Kinder“!
Ihr Politiker kotzt mich so an! Die Kinder sind euch doch alle samt scheißegal! So sieht es aus. Uns könnt ihr nichts vormachen. Ihr wollt euch nur profilieren. Um nach eurer Amtszeit etwas vorweisen zu können ist euch doch jedes Mittel recht. Ihr wollt etwas gegen die Ausbeutung von Kindern unternehmen? Dann verhängt doch mal Sanktionen gegen Länder die den dokumentierten sexuellen Missbrauch von Kindern nicht löschen will. Ach ja, geht ja nicht! Denn es sind Länder in der EU, die USA und auch Russland die den Großteil der Daten hosten. Da können wir natürlich nicht vorgehen. Oder könnten wir da nicht doch die Löschung veranlassen? Da sollte es ja kein Problem sein, oder? (Auf Phishing-Seiten gehe ich jetzt nicht ein.) Da fragt man sich wirklich ob Interpol nicht sowas machen könnte. Europaweite Sperrlisten sind ja kein Problem. Aber egal. Censilia meinte ja eh, dass löschen genauso Zensur wäre wie sperren. Da möchte man die Frau doch wirklich durchschütteln bis sie aufwacht. Uns geht es bei der Zensur ja nicht um den freien Zugriff auf Bilder und Videos von dokumentiertem sexuellem Missbrauch von Kindern. Uns geht es darum, dass es einfach ist solche Inhalte zu löschen. Sperren kann ich dagegen fast alles was ich will und da fängt die Zensur an liebe Politiker. Blicken wir doch mal auf euer Erfolgsbeispiel Schweden. Wurden die Sperrlisten nicht schon mehrfach überprüft? Wurde nicht schon bewiesen, dass fast 80% andere Inhalte waren. Da werden also großteils unliebsame Dinge ausgeblendet. Genau das ist Zensur!
Und noch etwas: Das Internet ist kein Tatort! Selbst der Konsum von solchen Bildern und Video findet nicht im Internet statt. Es passiert bei Leuten zuhause, in Amtsbüros oder Pfarrheimen. Dort wird ein Verbrechen begangen, nicht im Internet. Auch die Qualen der Kinder entstehen nicht im Internet. Auch das passiert zuhause bei der Familie, bei Freunden, in Schulen oder in der Kirche. Also liebe Politiker, geht die Probleme an wo sie geschehen.
Und immer daran denken:
Nobody fucks with the Internet!
